„..ab morgen mache ich Sport“, „…höre ich mit dem Rauchen auf“, „…meditiere täglich“, „… ich müsste eigentlich….“ und, und, und! Jeder von uns kennt diese guten Vorsätze. Sie zu verwirklichen wäre kein Problem, wenn da nicht dieser „innere Schweinehund“ wäre. Aber was ist den eigentlich, der „innere Schweinehund“? Wofür ist er da und warum hält er mich von den Dingen ab, die ich doch eigentlich so gerne tun würde?
Nun, die Frage sollte erst einmal lauten: „Warum habe ich diese (guten) Vorsätze überhaupt?“ Oft sehe ich Jogger, die sich einen Berg hochschleppen und dabei leidend schnaufen, als ob sie jemand dazu verdonnert hat. Ich nenne einen solchen Jogger gerne Ego-Jogger! So richtig Spaß hat er jedenfalls nicht bei dem was er tut! Und gesund scheint das auch nicht zu sein! Aber warum tut er das dann? Es gibt auch Jogger, die mit Freude und Hingabe an mir vorbei laufen. Hat der erstere evtl. nur zu wenig Kondition und braucht noch ein paar Wochen?
Es gibt viele Beispiele auf die sich das Jogger-Beispiel übertragen lässt. Gute Vorsätze treffen wir meistens aus dem Verstand heraus, weil wir das so gelesen und gelernt haben oder weil doch bekannt ist, dass joggen gesund ist. Das sind Muster und Glaubensvorstellungen in unserem Verstand, die wir als Wahrheit, als gut (gute Vorsätze) für uns akzeptiert haben. Gelernt haben wir solche Programme in unserer Kindheit, von Eltern, Lehrern oder täglich durch Werbung oder gesellschaftliche- und soziale Vorgaben. In diesen Grenzen bewegen wir uns und leben unser Leben. Übrigens, joggen ist gesund- wenn es auf deinem Lebensweg liegt und du es gerne und von ganzem Herzen machst. Aber wie erkenne ich, dass ich etwas aus meinem Herzen heraus mache?
Der „Innere Schweinehund“ ist unser Freund und Verbündeter! Er ist unsere innere Stimme! Allerdings haben wir ihn oftmals verbannt, nennen ihn abwertend: "Schweinehund"! Wir möchten die innere Stimme nicht hören weil sie uns unter Druck setzt und wir sie nicht verstehen können oder wollen. Unsere innere Stimme macht darauf aufmerksam, dass wir uns auf Grund der Programmierung (z. B. ich muss joggen weil ich sonst zu dick werde, ungesund lebe, Herz-Kreislauferkrankungen liegen doch schon in unserer Familie, etc.) etwas machen wollen, was gar nicht auf unserem Weg liegt und wir uns von äußeren Einflüssen haben führen lassen. Die innere Stimme teilt uns mit, dass sie gehört werden möchte, um als innere Führungsebene verstanden zu werden! Der Druck den wir durch den „inneren Schweinehund“ erfahren, hat somit durchaus seine Berechtigung. Er drückt uns zurück zu uns, wenn wir seine Botschaft zulassen und verstehen!
Wenn ich der Meinung bin, dass ich joggen muss weil es mich gesund oder schlank bleiben lässt, joggen aber gar nicht auf meinem Weg liegt, wird es mir schwer fallen den „inneren Schweinehund“ jemals zu überwinden. Es wird mir auch nie ehrlich Spaß machen zu joggen. Als menschliche Reaktion darauf werde ich versuchen, den „inneren Schweinehund“ abzulehnen, ihn zu überhören oder ihn als „das Böse in mir“ zu verurteilen. Schließlich will ich ja eigentlich nur was Gutes machen, nämlich joggen!
Der „Innere Schweinehund“ ist aber nicht der Feind. Unsere innere Programmierung (Ausrichtung) ist es, die falsch ist. Der „innere Schweinehund“ ist dafür da, uns dies aufzuzeigen. Er ist der Botschafter! Wenn wir ihn unterdrücken, also Wiederstand leisten, wird er größer. Je mehr du ihn bekämpfst oder nicht beachtest je mehr Energie musst du dafür aufbringen. Dabei geht es um zahlreiche Muster und Programmierungen in unserem Leben, nicht nur um das Beispiel joggen! Alle Informationen die unserer Programmierung nicht entsprechen -was der Verstand also nicht kennt- werden bekämpft oder abgelehnt. Die innere Stimme meldet sich daraufhin und sagt z. B. zu dir: „ Hey, du möchtest eigentlich gar nicht joggen, du machst es nur weil deine Programmierung dies so vorsieht“!
Es ist aber auch möglich, dass "Joggen" auf meinem Weg liegt und es noch Programmierungen in mir gibt, die mich von meinem Weg abbringen wollen. Ich kann dann meinen Weg nicht erkennen, weil das Thema, also die Programmierung davor steht. Es sollte daher in diesem Beispiel die Frage gestellt werden: "Warum fällt es mir so schwer zu joggen? Welche Botschaft hat mein "innerer Schweinehund" für mich? Welches Programm fahre ich?
An diesem Beispiel soll deutlich werden, wie unser Menschsein funktioniert. Unsere Programmierungen sind nur scheinbar stark. Sie sind Illusionen! Wir haben jederzeit die freie Wahl aus ihnen auszusteigen. Du ganz alleine kannst dich jederzeit mit Dingen beschäftigen, die dir von deinem Außen vorgegeben wurden oder dich auf die Dinge ausrichten, die auf deinem Lebensweg liegen, die dir Spaß machen und die letztlich dein eigenes Leben entfalten lassen.
Setz dich einfach einen Augenblick in Ruhe hin und spür in dich hinein. Wo lebe ich meine Programme und treibe Spielchen mit mir selbst? Sei ehrlich zu dir, es sieht dich gerade keiner :-)) Meistens kommen dann die Situationen auf den Tisch, die man sowieso schon längst verändern wollte, weil sie einem nicht mehr gut tun. Dies kann alle Lebensbereiche betreffen und irgendwie hast du das doch sowieso schon geahnt, oder?
Nun ist der Schritt des Erkennens der erste, der Schritt der Veränderung ist der zweite! Wenn man etwas in sich verändern möchte, muss man sich so lieben / akzeptieren wie man ist. Ich kann nichts verändern was ich bekämpfe oder nicht anerkenne! Zugegeben, dieser Schritt ist alleine schon schwierig genug. Wer gibt schon gerne zu, dass er jahrelang einer Illusion aufgesessen ist? Es bedarf der inneren Ausrichtung, veraltete Glaubens-vorstellungen und Programmierungen loszulassen, um neue Wege zu gehen und sich zu entwickeln. Der „innere Schweinehund“ verschwindet erst dann als dein Feind, wenn du gelernt hast, auf deine innere Führungsebene zu vertrauen.
Viele Menschen haben sich bereits auf den Weg gemacht und unterstützen die, die sich entscheiden, auch ihre eigenen Qualitäten und Potentiale zu entfalten. Als Feuerschamane und spiritueller Lehrer helfe ich Menschen dabei, ihre Muster und Programmierungen zu erkennen, anzunehmen und loszulassen. Das Seminar „Der Weg ins Licht „ ist eine spirituelle Grundausbildung die den Weg des eigenen Herzens wieder erkennen lässt.
Es macht sehr viel mehr Spaß, die eigenen Aspekte zu leben, als die der Anderen leben zu wollen. Mache deine eigenen Erfahrungen, nicht die der Anderen!
Kalur
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